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Sichere Medikamenteneinnahme

Medikamente richtig einnehmen: Darauf sollten Sie achten – Teil 2

Im ersten Blog-Beitrag „Medikamenten richtig einnehmen – Teil 1“ haben wir Ihnen verschiedene Nahrungsmittel vorgestellt, die mit Medikamenten interagieren können. Diese Interaktion führt dazu, dass die Wirksamkeit der eingenommenen Tabletten oder Pillen verstärkt oder sogar aufgehoben wird. Zum Beispiel können Antibiotika und Milch, Medikamente und Grapefruit-Saft sowie Mittel gegen Sodbrennen und Orangensaft solche Wechselwirkungen hervorrufen.

Doch es gibt noch viele weitere Nahrungsmittel, die nicht mit bestimmten Arzneien eingenommen werden sollten. Im Folgenden stellen wir Ihnen wieder drei Kombinationen vor:

  • Gerinnungshemmer und grünes Gemüse
    Grünes Gemüse ist ein wichtiger „Vitamin K“-Lieferant. Dieses Vitamin sorgt dafür, dass das Blut im Körper dickflüssiger wird und Blutungen leichter gestoppt werden. Gerinnungshemmer wie Warfarin sollen jedoch das Gegenteil bewirken. Natürlich müssen Sie deswegen nicht auf grünes Gemüse wie Spinat, Grünkohl oder Brokkoli verzichten – es kommt lediglich auf die Menge an. Ihr Arzt oder Apotheker kann Sie hierzu individuell beraten.
  • Gerbstoffe und Eisentabletten
    Eisentabletten werden oft zu den Mahlzeiten eingenommen, da sie so leichter für den Magen verträglich sind. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Sie diese nicht mit schwarzen oder grünem Tee oder Kaffee zu sich nehmen. Denn die Gerbstoffe in diesen Getränken gehen mit dem Eisen im Magen starke Verbindungen ein. Somit wird das Eisen ausgeschieden und gelangt nicht in den Blutkreislauf ­­– die gewünschte Wirkung geht verloren.
  • Blutdruckmittel und Lakritze
    So lecker Lakritze für viele Leute ist – in Kombination mit blutdrucksenkenden Mitteln ist diese Süßigkeit nicht zu empfehlen. Denn der Süßholzzucker (Glycyrrhizinsäure) in der Lakritze erhöht den Blutdruck schon ab kleinen Mengen. Verzichten Sie daher besser auf Lakritze, wenn Sie an zu hohem Blutdruck leiden.

Unsere Empfehlung: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach möglichen Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln und Medikamenten. So stellen Sie sicher, dass die Tabletten und Pillen auch ihre gewünschte Wirkung erzielen.

 

Quellen:
https://www.aerztezeitung.de/panorama/ernaehrung/article/502349/kein-tee-kaffee-eisenpraeparaten.html
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/medizin-und-nahrungsmittel-bitte-nicht-mischen-14451682.html

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